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11 10 2017

Wohngruppe Poppelsdorf vor 35 Jahren gegründet

"Wir waren Pioniere"

"Es war ein Versuch", erinnert sich Agnis Nellessen, die die Wohngruppe Poppelsdorf vor 35 Jahren ins Leben gerufen hat. "Wir waren die Pioniere." Menschen mit Behinderung, die in einer eigenständigen Wohngemeinschaft zusammenlebten? Das war im Jahr 1982 mehr als ungewöhnlich. Doch Agnis Nellessen, die durch einen Bewohner einer Wohnstätte der Lebenshilfe auf die Idee gebracht worden war, beschloss den Versuch zu wagen. Mit überzeugendem Erfolg. Die Wohngruppe Poppelsdorf besteht in diesem Jahr bereits seit 35 Jahren. Und das wurde am vergangenen Freitag mit einem großen Geburtstagsfest gefeiert.

"Damals war das ein ganz innovatives Konzept", blickte auch Christoph Ellerich zurück. Der Leiter des Angela-Fey-Hauses, an das die Wohngruppe organisatorisch angeschlossen ist, fuhr fort: "So mittendrin, mit allen Geschäften und Cafés drumherum, das war damals die selbstständigste Form zu leben." Eine Wohnform, die die insgesamt acht Bewohnenden der WG bis heute zu schätzen wissen. "Eine Dame, die von Anfang an hier wohnt, trainiert nach einem Oberschenkelhalsbruch nun täglich, um die Stufen ins oberste Stockwerk bewältigen zu können und weiterhin hier wohnen zu bleiben", berichtet Christoph Ellerich.

Das Zusammengehörigkeitsgefühl ist stark. Auch das war von Anfang an so. Agnis Nellessen, gelernte Kinderpflegerin und engagierte Betreuerin, lebte viele Jahre ebenfalls in dem Mehrparteienhaus, in dem die Lebenshilfe drei Wohnungen angemietet hat, damit die Bewohnenden jederzeit einen Ansprechpartner "Tür an Tür" hatten. "Es war hier wie eine Familie." Mittlerweile ist Frau Nellessen in Rente gegangen, doch die Atmosphäre der Wohngruppe ist nach wie vor familiär.

Gemeinsam verbringen die Bewohnenden auch gern ihre Freizeit und unternehmen Ausflüge. Da passte es perfekt, dass Geschäftsführer Andreas Kimpel der Gruppe zum Jubiläum Tickets für einen Besuch des Musicals "Tarzan" überreichte. Er gratulierte und wünschte: "Alles Gute für die nächsten 35 Jahre."

 

 

Wir waren die Ersten.
Das sagt Agnis Nellessen.
Sie war Betreuerin
und hatte die Idee zu der Wohn-Gruppe.
Es war die erste Wohn-Gruppe
in der man eigenständig leben konnte.
Eigenständiger konnte man damals nicht wohnen.
Mit vielen Geschäften und Cafés drumherum.
Das sagt Christoph Ellerich.

8 Bewohner leben hier.
Eine von Anfang an.
Das Gefühl zusammen zu gehören war immer groß.
Agnis Nellessen hat viele Jahre auch im Haus gewohnt.
Denn es war wichtig einen Ansprech-Partner zu haben.
Nun ist sie in Rente.
Trotzdem ist alles immer noch wie in einer Familie.

Gerne verbringen alle die Freizeit zusammen.
Und machen Ausflüge.
Als nächstes geht es ins Musical Tarzan.
Das gab es als Geschenk von Andreas Kimpel.

Willkommen im Wir.

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