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26 09 2018

Übernachtungs-Wochenende in der Eifel

Freiraum zum Ausprobieren

"So viel Freiraum zum Ausprobieren wie möglich. So viel Unterstützung wie nötig." Unter diesem Motto steht das Projekt "Wege in die Selbstständigkeit". Es richtet sich an (junge) Erwachsene mit und ohne Behinderung, die ihre Selbstständigkeit vergrößern wollen und zum Beispiel über den Auszug aus dem Elternhaus nachdenken. Im Rahmen des Projekts veranstaltet der Bereich Freizeit und Bildung der Lebenshilfe drei Mal im Jahr so genannte "Übernachtungswochenenden" in der Eifel für bis zu sechs Teilnehmende. Im Mittelpunkt dieser Wochenenden steht vor allem das Thema selbstständige Haushaltsführung: vom Wäsche waschen übers Einkaufen bis hin zum Kochen. Aber natürlich darf vor allem eins nicht fehlen: der Spaß am gemeinsamen Abenteuer.

Vom ersten Übernachtungswochenende berichtet Projekt-Koordinatorin Anna Schlüter:

Am Freitagnachmittag begann das kleine Abenteuer für 4 junge erwachsene Menschen. Sie trafen sich im Begegnungszentrum „Das Luise“, um von dort aus in ein Wochenende in die Eifel zu starten und auszuprobieren, wie es ist, selbstständig in einer kleinen WG zu leben. Nach einem kurzen Kennenlernen und der ersten Selbsteinschätzung - was kann ich schon, was kann ich noch nicht - stand die Gruppe vor der ersten Herausforderung: dem Einkauf für das Abendessen und das Frühstück für den nächsten Tag. Gar nicht so einfach! Jeder hatte andere Vorstellungen davon, was es geben sollte: Pizza, Brot, Nudeln, Tomate mit Mozzarella und vieles mehr.

Und dann war auch noch das begrenzte Budget zu bedenken, das dem Budget von Menschen, die Unterstützung vom Ambulant Unterstützten Wohnen erhalten, ähnlich ist: 10 Euro pro Tag und pro Person. Mit ein bisschen Unterstützung stand aber bald der Essensplan fest: Spaghetti mit Tomatensoße, Chips zum Fußball-Gucken und zum Frühstück Brötchen mit Nutella, Marmelade und Fleischwurst. Zusätzliche Einkaufswünsche im Supermarkt wurden kurz in der Gruppe abgestimmt. Und hier sah man schon nach kurzer Zeit die erste tolle Entwicklung in der Gruppe: Es wurde gefragt, gemeinsam entschieden und der Fokus lag nicht mehr nur auf den eigenen Wünschen und Vorstellungen.

Angekommen in dem Haus in der Nähe des Städtchens Prüm: Erst mal die Füße hoch legen und bei Chips Fußball schauen. Nach dem Spiel war der Hunger groß. Das Essen hatte sich nicht von alleine gemacht. Mit großer Motivation gingen Till, Lina, Swantje und Henrik ans Werk und kochten das erste Mal Spaghetti. Die Begleiter wurden aus der Küche verbannt und um halb elf gab es dann schließlich das erste ohne Hilfe gekochte Essen. Es schmeckte super und alle waren stolz auf sich. Doch damit waren die Aufgaben noch nicht alle bewältigt. Nach dem Essen hieß es: Schnell abwaschen, die Betten beziehen und dann endlich ins Bett.

Am nächsten Morgen wurde erst mal ausgeschlafen, bis der Ruf nach Kaffee laut wurde. Till nahm die Herausforderung an und kochte für alle Kaffee, backte die Brötchen auf und deckte den Tisch. Gar nicht so wenige Aufgaben, die alleine im Haushalt zu erledigen sind. Gut gestärkt wurde nach dem Frühstück dann gemeinsam der weitere Tag geplant. Was gibt es zu Essen? Wie wollen wir unsere Freizeit verbringen? Und vor allem: Wie bringen wir unseren Auftrag "Wäsche waschen" unter? Im Internet wurden die vier fündig: Die Sommerrodelbahn in Altenahr lag zum Glück noch im Budget. Till rief dort an und fragte, ob es einen Rabatt für Menschen mit Behinderung gibt, damit wir wussten, wie viel Geld wir beim Einkaufen ausgeben konnten. Es reichte für ein großes Grillbuffet mit Fleisch, Tomate mit Mozzarella, Salat und Brot mit Kräuterbutter. Das Einkaufen lief schon viel glatter als am Vortrag. Die Aufträge wurden verteilt und jeder half mit, die notwendigen Lebensmittel zu finden.

Nach dem Essen war die Motivation für das Wäsche waschen allerdings nicht mehr besonders groß. Viel lieber wollten alle "chillen" und erklärten einstimmig: "Das können wir doch schon alles". Das wurde mit einem Test überprüft: Es mussten unterschiedliche Wäschestücke den verschiedenen Waschgängen zugeordnet werden, mit Erfolg. Am Ende durften alle beim Waschtraining mitmachen und die Begeisterung war zurück.

Am letzten Tag gab es dann eine klassische WG-Situation: Weil am Abend niemand mehr Lust gehabt hatte abzuspülen, fehlte es am Morgen an sauberem Geschirr für das Frühstück. Da half nur frühes Abwaschen. Und nach dem Frühstück standen noch einmal Aufräumen und Saubermachen des Hauses auf dem Programm. Doch soviel selbstständige Hausarbeit wurde schließlich auch belohnt: Gemeinsam fuhren wir zur Sommerrodelbahn in Altenahr. Dort haben wir zusammen noch ein paar sehr schöne Stunden mit einer tollen Freizeitaktion für alle verbracht, bevor es wieder nach Hause zurückging. Rundum war es ein tolles Wochenende mit vielen schönen, gemeinsamen Erfahrungen.

Auf den Übernachtungswochenenden im kommenden Jahr sind noch einige Plätze frei.
Die Termine: 29. bis 31. März, 5. bis 7. Juli und 27. bis 29. September 2019
Kosten: 180 Euro pro Wochenende

Informationen und Anmeldung bei Anna Schlüter
Telefon: 0228 555 84-9410
Mobil: 0160 93 12 27 03
E-Mail: schlueter.anna@lebenshilfe-bonn.de


Ein Übernachtungs-Wochenende in der Eifel

Die Lebenshilfe hat ein Projekt.
Es heißt: Wege in die Selbstständigkeit.
Es ist für junge erwachsene Menschen
mit Behinderung.
Die Menschen möchten mehr Selbstständigkeit.
Zum Beispiel weil sie in eine eigene Wohnung
ziehen wollen.
Im Projekt üben sie, wie es ist alleine zu wohnen.
Dazu gab es nun das erste
Übernachtungs-Wochenende.

4 junge Erwachsene fuhren zusammen ein Wochenende in die Eifel.
Dort haben sich dann alle erst einmal kennen gelernt.
Dann gingen alle einkaufen.
Jeder bekam 10 Euro pro Tag.
So viel hat man im Ambulant Unterstützen Wohnen.

Nach dem Einkauf haben Till, Lina, Swanje und Henrik
das erste Mal Spaghetti gekocht.
Allen schmeckte es super.
Und alle waren sehr stolz.

Am nächsten Morgen kochte Till für alle Kaffee.
Und er backte Brötchen auf und deckte den Tisch.
Dann gab es noch eine Aufgabe.
Wäsche sollte gewaschen werden.
Unterschiedliche Wäsche-Stücke mussten
geordnet werden.
Danach wie sie gewaschen werden.
Das haben alle klasse gemacht.
Am letzten Tag musste alles wieder aufgeräumt
und sauber gemacht werden.
Danach ging es dann auf die Sommer-Rodel-Bahn.
Das hatten sich alle verdient!

Übernachtungs-Wochenenden nächstes Jahr:
29. März bis 31. März 2019
5. Juli bis 7. Juli 2019
27. September bis 29. September 2019

Es kostet: 180 Euro pro Übernachtungs-Wochenende
Infos und Anmeldung bei Anna Schlüter
Telefon: 02 28 555 84 - 94 10
Mobil: 01 60 93 12 27 03
E-Mail: schlueter.anna@lebenshilfe-bonn.de